Chaos: Fan stellt Antrag auf Mitgliedschaft bei Red Bull Salzburg

Task-Force soll Anliegen von Herbert F. klären

Wie geht Salzburg mit dem Antrag auf Mitgliedschaft um? (Foto: Paul-Georg Meister_pixelio_de) Wie geht Salzburg mit dem Antrag auf Mitgliedschaft um? (Foto: Paul-Georg Meister_pixelio_de)

Nach dem ein Fan einen Antrag auf Mitgliedschaft beim FC Red Bull Salzburg gestellt hat, droht der Klub im Chaos zu versinken.

 

Es traf den Klub aus Salzburg mit dem Bullen im Logo wie aus heiterem Himmel: Herbert F. (Name der Redaktion geändert) stellte bereits im Herbst 2014 einen Antrag auf Mitgliedschaft beim FC Red Bull Salzburg, wie der Sportbote in Erfahrung bringen konnte. Was er zu diesem Zeitpunkt jedoch nicht ahnen konnte: Der Klub war mit diesem Antrag heillos überfordert, denn dem Vernehmen nach hat es seit dem Einstieg des Energy-Drink-Herstellers noch nie einen Antrag auf Mitgliedschaft beim FC Red Bull Salzburg gegeben.

 

Irmgard G., die bei der Einlaufstelle der Bullen täglich die Post sortiert, konnte zunächst mit dem Schreiben nichts anfangen. „Ich Herbert F., großer Fan eures Klubs, möchte Mitglied beim FC Red Bull Salzburg werden. Salzburg, am 12. Oktober 2014, Unterzeichnet Herbert F.“, stand auf dem formlos eingereichten Schreiben, das von Herbert F. unterschrieben war. „Wir haben bei uns eine Rundablage für Fan-Anliegen. Dort habe ich das Schreiben zunächst abgelegt.“

 

Als sich Herbert F. Anfang November über den Status seiner Mitgliedschaft telefonisch erkundigen wollte, konnte sich im Klub zunächst niemand an das Schreiben erinnern. Erst als Irmgard G. im Fan-Postfach nachsah, das eigentlich turnusmäßig erst wieder im Februar 2024 geleert worden wäre, wurde man wieder auf das Schreiben aufmerksam.

 

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Der Antrag von Herbert F. wurde daraufhin zunächst im gesamten Klub von einer Abteilung zur nächsten weitergereicht. Sogar im Postfach von Trainer Adi Hütter landete der Zettel, der das Schreiben an das Büro von Ralf Rangnick weiterleitet. Rangnick glich die Daten sofort mit der eigenen Scouting-Datenbank ab und veranlasste zunächst, Herbert F. beim nächsten Spiel beobachten zu lassen. Doch auch die Scouting-Abteilung zeigte sich nach wochenlanger Recherche überfordert, denn ein Herbert F. konnte beim besten Willen bei keinem Klub ausfindig gemacht werden. Daher wurde der Antrag von Rangnick wieder zur Posteinlaufstelle zurückgeschickt.

 

Als dann auch Irmgard G. nicht mehr weiterwusste, legte sie das Schreiben im Postfach von Didi Mateschitz ab. Das Chaos war somit perfekt. Der Red-Bull-Chef berief daraufhin eine Krisensitzung ein, wie mit diesem Schreiben umzugehen ist. Die Klub-Verantwortlichen informierten sich zunächst bei den Kollegen bei RB Leipzig, die bereits mit einer Mitgliederanzahl von 14 Personen Erfahrung im Umgang mit Mitgliedern sammeln konnten. Aus dem Büro von Red Bull Salzburg hieß zur aktuellen Causa lediglich nur: „Wir sind zuversichtlich, dass wir das Anliegen von Herbert F. entsprechend der für uns daraus resultierenden Relevanz in den nächsten zwei bis sechs Jahren bearbeiten können.“ Letzten Informationen zufolge soll nun eine Task-Force das Anliegen von Herbert F. klären.