„Wollen komplett unberechenbar werden“: Marcel Koller holt Didi Constantini zum ÖFB zurück

Koller: "Ich brauchen einen Gegenpol, der mit Taktik überhaupt nichts am Hut hat"

Lange Zeit war es still um Didi Constantini. Heute platzte die Bombe: Der ehemalige Teamchef wird als Co-Trainer von Marcel Koller sein Comeback feiern, um das ÖFB-Team “komplett unberechenbar” zu machen.

 

Die Journalisten blickten sich ungläubig an, einige zwickten sich gegenseitig. Es gab jedoch keinen Zweifel mehr: Didi Constantini saß heute neben Marcel Koller am Podium bei der Pressekonferenz. Das Raunen unter den Journalisten war nicht zu überhören.

 

„Wir haben uns lange überlegt, wie wir den Weg zur Qualifikation zur Euro 2016 noch erfolgreicher gestalten können. Viele Journalisten haben mir in den letzten Monaten vorgeworfen, dass das ÖFB-Team zu ausrechenbar geworden ist. Sie hatten Recht. Daher habe ich mich dazu entschlossen, das Trainerteam zu verstärken. Ab sofort wird daher Didi Constantini das Trainerteam verstärken“, lauteten die Eröffnungsworte der heutigen ÖFB-Pressekonferenz.

 

Constantini zeigte sich mehr als zufrieden mit seinem neuen Engagement beim ÖFB und ließ auch schon erste Methoden anklingen, die er künftig in seine Arbeit mit Koller, Alaba & Co einfließen lassen will: „Dieses ganze Gerede um Taktik und Philosophie kann ich so wie mein Freund, der Wohlfahrt Franz, nicht mehr hören. Die Wahrheit liegt einzig und allein auf dem Platz, der Ball ist rund, das Tor ist eckig, das Spiel endet dann, wenn der Schiedsrichter abpfeift und meine Spieler sollen einfach rausgehen und spielen. Mehr verlange ich von ihnen nicht. Als Co-Trainer brauche ich mir zudem nicht mehr von den dahergelaufenen Spaziergängern die Taktik erklären lassen. Hier gibt es eine strikte Arbeitsteilung zwischen Koller und mir.“

 

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Koller ergänzte: „Ich habe bemerkt, dass ich mir manchmal zu sehr den Kopf über Taktik und Systeme zerbreche. Da brauche ich im Trainerteam jetzt auch manchmal jemanden, der zu mir kommt und sagt: Komm, setzen wir uns auf das Zimmerfahrrad, drehen wir eine Runde und reden über die Aufstellung. Ich brauche einfach einen Gegenpol, der mit Taktik überhaupt nichts am Hut hat. Wir wollen dadurch für unsere Gegner komplett unberechenbar werden. Unsere kommenden Gegner werden sich jetzt vor jedem Spiel fragen: Wer wird die Aufstellung jetzt machen? Der Koller oder würfelt dieses Mal der Constatini? Das Zufallsmoment wird dadurch auf das Maximum gesteigert“, so Koller.